Kunst, Punsch und frische Aale

Böseler feiern zweitägigen Weihnachtsmarkt am Pallert

Bösel (pi). Der skeptische Blick von Marktmeister Josef Runden zu den Wolken war berechtigt: Als der Nikolaus die Tüten verteilte, setzte strömender Regen ein. Aber die20181210 Weihnachtsmarkt Besucher des 29. Böseler Weihnachtsmarktes ließen sich vom andauernden Regenwetter das Vergnügen nicht verdrießen. Vor der Ansammlung liebevoll gestalteter und dekorierter Holzbuden im „Pallert“ beim Heimathaus entfaltete der Markt wieder in angenehmer Enge seinen Zauber mit dem Duft von Glühwein, Lebkuchen und gebrannten Mandeln. Das Weihnachtsdorf öffnete seine Pforten für Hunderte von Besuchern, die sich mit einem Bummel in einer prächtigen Weihnachtswelt auf das kuscheligste Fest des Jahres einstimmten. Es gab viel Kulinarisches, aber mit Schnitzereien, weihnachtlichen Dekorationsartikeln, fairen Produkten vom Welt-Laden, Spielwaren aus HolzundStoff,Kunsthandwerk, Schmuck, Neujahrskuchen von den Montags-Strickdamen, Feinkosterzeugnissen, Kerzen, Honig, Kosmetikartikeln oder Modischem eben noch viel mehr.

Bürgermeister und HGV-Chef mit Bollerwagen

Bürgermeister Hermann Block eröffnete den Markt am Samstag offiziell und gab das Signal für den Beginn. Kinder der St.-Martin-Schule unter der Leitung von Bettina Theilmann begleiteten den Auftakt mit Weihnachtsliedern. Am Sonntag öffnete der Markt bereits um 14 Uhr, und nur wenige Minuten mussten die Kinder auf den Nikolaus warten. Das war Gerd Meyer mit Marcel Oltmann als Knecht Ruprecht und Melanie Wendeln und Meike Kenter als Engelchen.Ein Ensemble der Big Band spielte „Nikolaus kommt in unser Haus“,als der„Heilige Mann“ mit Bürgermeister Block und dem HGV-Chef Dietmar Frye an der Deichsel mehrere Bollerwagen Süßes hinter sich her zogen. Besonders am Sonntagnachmittag „ging nichts mehr“: Besucherströme „belagerten“ bis zum Abend hin den Markt und die Stände. Marktmeister Runden sah es mit Wohlgefallen.
Erneut waren es besonders die Böseler und Petersdorfer Vereine,die sich große Mühe gemacht hatten,sich als Marktanbieter zu präsentieren. Nicht kalt wurdeauch das Brotbackhaus, in dem die Landfrauen mit ihrer BackCrew drei Tage lang allerlei Brot backten, das mit verschiedenen Likören und Apfelringen reißenden Absatz fand. Niemand musste den Markt mit knurrendem Magen verlassen: Kuchen, Bratwurst, Berliner, Kekse, Pilze mit Camembert, Stockbrot oder Neujahrskuchen: das alles boten die Vereine feil. Heruntergespült werden konnte es wahlweise mit Glühwein, Punsch, Jagertee, Bier, Feuerzangenbowle, Kakao oder Kaffee. Oder Wodka. Den nämlich bot neben geräucherten Aalen der Aktionskreis „Hilfe für Tschernobyl-Kinder“, der in der Fachwerkscheune über seine Arbeit informierte.

Quelle: Münsterländische Tageszeitung, Cloppenburg; Redaktion Friesoythe
Foto: Martin Pille

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